Die Freiwillige Feuerwehr Schlitters wurde laut Stammbuch im Jahr 1889 gegründet, der Gründerkommandant war Hans Rastbichler. Hilfeleistungen wurden aber schon viel früher bei Bränden und auch bei Naturkatastrophen geleistet.

 

1836 

Im Schreiben an den Gemeindevorsteher Franz Strobl in Schlitters wird vom Hochlöblichen k.k. Kreisamt in Rotholz am 27. Feber 1836 angeordnet: Der Gemeindevorsteher hat sich im Kreisamt wegen Anschaffung der Feuerlöschgerätschaften und wegen der Beschaffung einer Feuerlöschspritze zu melden.  

1850

Vom Bezirkshauptmann in Schwaz wird von einem Brand in Strass berichtet und von der Hilfsbereitschaft beim Verhindern eines größeren Unglücks durch den Vorsteher mit mehreren Leuten aus Schlitters.  

1859

Im Jahr 1859 wurde die erste Feuerlöschspritze bei einem Haller Schmied gekauft. Der Kaufpreis betrug damals 500 Gulden. Auch eine Spritzenhütte wurde in diesem Jahr gebaut.  

1871

Am 24. Jänner 1871 berichtet Gemeindekassier Josef Wiedmann über eine Feuersbrunst in Fügen, wo Leute aus Schlitters mit der Feuerlöschspritze Nachbarschaftshilfe leisteten.  

1889

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Schlitters laut Stammbuch unter Kommandant Hans Rastbichler.  

1891

stirbt der Gründerkommandant Hans Rastbichler plötzlich. Alois Rieder wird neuer Kommandant.  

1893

Am 5. und 6. Oktober wütete eine Feuersbrunst in Schlitters. Fünf Objekte waren betroffen. Die Brandobjekte waren: Das alte Messnerhaus, die Spritzenhütte der Feuerwehr, beim Brixner, beim Dorfweber und beim Paulsteiner.  

1896

wurde Gabriel Felderer neuer Feuerwehrkommandant.  

1900

Um 1900 betrug die Mannschaftsstärke 60 Mann. Die Ausrüstung der Feuerwehr bestand damals aus einer Feuerspritze, mehreren Feuerleitern, einigen Feuerhaken und 30 Löschkübeln aus Leder.  

1904

wurde Johann Ascher Feuerwehrkommandant.  

1907

wurde Johann Rössler zum Kommandanten gewählt.  

1909

Im Jahr 1909 wurde ein Spritzenwagen angeschafft.  

1925 

Unter der Führung von Kommandant Rössler wurde im Jahre 1925 eine fahrbare Feuerwehrleiter gekauft.

1932

erhält die Feuerwehr ihre erste Motorspritze. 1932

1939

wurde Vitus Heim Kommandant. Er war während des 2. Weltkrieges für die Feuerwehr Schlitters verantwortlich und es mussten damals auch Frauen für die Feuerwehr ausgebildet werden.  

1947

wurde Josef Pfister neuer Kommandant.  

1950

verunglückte Josef Pfister tödlich. Franz Wildauer wurde neuer Kommandant.  

1953

ereignete sich am Schlitterberg eine Lawinenkatastrophe. Der Bergbauernhof „Heißn" wurde von einer Lawine teilweise weggerissen. Die Feuerwehrmänner wurden mit der Materialseilbahn auf den Schlitterberg gebracht. Die Bergungsarbeiten dauerten 3 Tage.  

1955

Die Feuerwehr übersiedelt vom alten Spritzenhaus, das damals beim Kolbitsch stand, in das neu errichtete Feuerwehrhaus. Dieses ist heute noch Standort der Florianijünger.  

1956

Ein gummibereifter Zweiachsanhänger wurde angeschafft. Die Ausrüstung bestand aus einem Anhänger, zwei Handwagen und einer fahrbaren Leiter, sowie einer Motorspritze R60 Rosenbauer.  1956

1960

Vitus Heim übernimmt zum zweiten Mal das Kommando.  

1963

Franz Wildauer wird wieder Kommandant.  

1966

Eine moderne und leistungsfähige Tragkraftspritze (VW Automatik) wird gekauft.  1966

1968

Franz Kreidl wird neuer Kommandant. Unter seiner Führung erlebt die Feuerwehr Schlitters einen neuen Aufschwung.

Schlitters erlebt die erste furchtbare Hochwasserkatastrophe. Die Feuerwehr ist tagelang im Einsatz.

 

1969

Das erste Feuerwehrauto (Ford Transit) wird gekauft. Auch die ersten zwei Handfunkgeräte werden angeschafft.  

1970

Ein Heuwehrgerät wurde angekauft. Mit diesem war die Feuerwehr im ganzen Unterinntal im Einsatz. Das Gerät ist noch heute Einsatzbereit und in Gebrauch.

 1970

1971

Das zweite Feuerwehrauto wird gekauft und als Kleinrüstfahrzeug verwendet (Fiat 238).Der 1. Nassleistungswettbewerb des Bezirkes Schwaz wird in Schlitters durchgeführt. Die Gruppe Schlitters erreicht Bestzeit und damit den 1. Platz. Die Feuerwehr Schlitters hat zu dieser Zeit auch die erste Jugendgruppe im Bezirk.  

1972

3 Atemschutzgeräte wurden angeschafft.  

1974

Unter Kommandant Franz Kreidl bekommt die Feuerwehr ein Tanklöschfahrzeug (TLF 2000), das dritte im Zillertal und das erste im Abschnitt Fügen. Das Tanklöschfahrzeug stand bis 2003 im Dienst.

Im Spätsommer 1974 kommt es zur zweiten Hochwasserkatastrophe in Schlitters, die noch größere Schäden als die erste verursachte. Die Feuerwehr war wieder tage- und nächtelang im Einsatz.

 1974

1977

wird Ludwig Waibl neuer Kommandant.

 

1979

Hansjörg Wildauer wird neuer Kommandant.  

1980

Im September kam es beim „Sternstall" in Schlitters zu einem Großbrand durch Heuselbstentzündung. Das gesamte Vieh wurde gerettet. Der Stall brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Ein Kleinlöschfahrzeug (Ford Transit) wurde in Dienst gestellt. In diesem Jahr wurde auch die von Josef Margreiter (damals Kommandant-Stellvertreter) gebaute Funkstation in Betrieb genommen, die erste im vorderen Zillertal.

 1980

1981

Aufgrund vieler technischer Einsätze und Verkehrsunfällen im vorderen Zillertal wurde ein hydraulisches Rettungsgerät bei der Feuerwehr Schlitters stationiert (Bergeschere und Spreizer).

 1981

1987

Die schweren Verkehrsunfälle im vorderen Zillertal veranlassten das Bezirksfeuerwehrkommando, einen neuen Rüstwagen in Schlitters zu stationieren (Mercedes Unimog, Rüst 5).   

1988

 brannte das leer stehende Gebäude „Bierkeller" nieder.  

1989

 100-jähriges Jubiläum der Feuerwehr Schlitters. Zu diesem Anlass wird eine neue Tragkraftspritze gekauft (BMW Fox).  1989

1994

Unter Kommandant Hansjörg Wildauer wird das Kleinlöschfahrzeug (KLF) durch ein neues Löschfahrzeug (LF) ersetzt.

 

1995 

Die Feuerwehr erhält 3 Sauerstoffschutzgeräte (SSG) für Brandeinsätze im neu errichteten Brettfalltunnel.  

1997

Hannes Kreidl wird neuer Kommandant.

Brand des „Huabingerstall" in Schlitters.

 1997

1998

Michael Klocker wird neuer Kommandant.Umbau des Feuerwehrhauses. Der zu klein gewordene Funkraum, der zugleich auch Kameradschaftsraum war, wird modernisiert. Die Gemeinde stellt weitere Räumlichkeiten zur Verfügung.  

1999

Durch die steigende Zahl der Verkehrsunfälle und technischen Einsätzen auf den Straßen wird neue, besser sichtbare Einsatzbekleidung angeschafft.

1. Platz der Bewerbsgruppe beim Bezirks-Nassleistungswettbewerb in Jenbach.

 

2003

Unter Kommandant Michael Klocker wird ein neues Tanklöschfahrzeug (TLFA 3000/200) angeschafft. Für dieses Fahrzeug musste das Feuerwehrhaus durch eine neue Garage erweitert werden. Zur gleichen Zeit wurde ein altes Postauto angekauft und in vielen Arbeitsstunden von den Mitgliedern zu einem Feuerwehrauto (Last) umgebaut.  2003

2004

Bei einer vorgezogenen Neuwahl wird Thomas Fankhauser Kommandant.  

2008

Für Einsätze im Brettfalltunnel, Brände, Suchaktionen wurde vom Land Tirol eine Wärmebildkamera bei der FF Schlitters stationiert.  

2009

Anschaffung einer Feuerwehrfahne  2009

2010

Austausch der ersten Bergeschere nach 29 Dienstjahren. Durch die stabilieren Rahmenkonstruktionen im Fahrzeugbau musste auf ein stärkeres Modell umgestellt werden.  

2011 

Von der Feuerwehr Kuchl wird ein alter Heuwehranhänger angekauft. Dieser wurde von den Mitgliedern auf Vordermann gebracht und dient nun als Einsatzanhänger für das seit 1970 im Dienst stehende Heuwehrgerät.  

2013

Als neuer Kommandant wird Dietmar Eller gewählt. Die Feuerwehr bekommt die ersten sandfarbenen Einsatzuniformen. Bis 2020 sollen laut Landesfeuerwehrverband alle Einsatzbekleidungen in Tirol auf sandfarben umgestellt sein.  

2014

125-jähriges Gründungsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Schlitters. Zu diesem Anlass wird das in die Jahre gekommene Lastfahrzeug (Iveco Daily-umgebautes Postauto) durch einen neuen Mercedes Sprinter 5,3t ersetzt.

 2014

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